DER CHOR
Die FRANKFURTER KANTOREI widmet sich, über das traditionelle Repertoire
der Chormusik hinausgehend, besonders den Kompositionen der Gegenwart.
Die hohe musikalische und stimmliche Qualifikation ihrer Sängerinnen
und Sänger ermöglicht
den einzigartigen Chorklang, der sich gleichermaßen durch Schlankheit
und Transparenz wie Volumen und Homogenität auszeichnet. Der Chor führt
mit wechselnden Auftrittsstärken
sowohl kammermusikalische wie auch oratorische Werke auf.
(Genaueres entnehmen Sie bitte unserer Repertoireliste.) Die FRANKFURTER KANTOREI wurde im Juli 1945 von Kurt
Thomas gegründet. Ihm folgten
Helmuth Rilling, Wolfgang
Schäfer und 1997 Winfried Toll.
Von Anfang an zeichnete sich die Arbeit des Chores durch eine große
Vielfalt der musikalischen Gattungen und Stilrichtungen aus. Schon
in den fünfziger Jahren erwarb der Chor internationales Ansehen,
dokumentiert durch mehrere Schallplattenpreise. Später gewann
er zweimal den internationalen Wettbewerb der Europäischen Rundfunkunion
„Let the peoples sing“,
war Preisträger bei internationalen Wettbewerben und gastierte u.
a. in den USA, Kanada, Frankreich, Italien, Südafrika, Israel,
der Türkei, Rußland, Finnland und Armenien. Neben einer regen internationalen Konzerttätigkeit, Rundfunk- und CD-Produktionen unter ihrem künstlerischen Leiter
wird die FRANKFURTER KANTOREI auch regelmäßig für Projekte mit anderen Dirigenten verpflichtet, wie Eliahu Inbal,
Gary Bertini, Riccardo Chailly, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel, Andrew Parrott, Roger Norrington,
James Conlon, Carl Saint Clair, John Nelson, John Adams und Paolo Carignani.
Die Frankfurter Kantorei konzertierte 1993 beim „World Symposium on Choral Music“ in Vancouver, 1994 gestaltete sie das offizielle Festkonzert zum 1200-jährigen Bestehen der Stadt Frankfurt am Main mit. Die Damen des Chores sangen 1996 unterder Leitung von James Conlon bei der mehrfach ausgezeichneten CD–Produktion der Oper „Der Zwerg“ von Alexander von Zemlinsky. 1999 bestritt die Frankfurter Kantorei den musikalischen Teil des Festaktes anläßlich der Verleihung des Goethepreises an Siegfried Lenz, kurz darauf folgten die ersten gemeinsamen Projekte mit dem Ensemble Modern (Ives, 4. Symphonie, Brecht/Weill „Die Dreigroschenoper“). Im Jahre 2000 wurde die Frankfurter Kantorei mit dem Binding Kulturpreis ausgezeichnet. Im Juli 2001 war der Chor auf einer Konzertreise in Armenien. Dieses Projekt wurde vom Deutschen Musikrat initiiert und von der UNESCO als offizieller deutscher Beitrag für das „Internationale Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen – 2001“ der Vereinten Nationen ausgezeichnet. Es war ferner der deutsche Beitrag zu den Feierlichkeiten für 1700 Jahre armenisches Christentum. Im Oktober 2005 folgte der Chor einer Einladung nach Japan und konzertierte in Sennan, Toyohashi und an der Musashino Academia Musicae in Tokio. 2006 startete die Frankfurter Kantorei zusammen mit dem Institut für Zeitgenössische Musik der Frankfurter Hochschule für Musik und darstellende Kunst die Reihe der Aventure-Konzerte. Im April 2009 gestaltete die Frankfurter Kantorei das offizielle Eröffnungskonzert zu den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Tel Aviv. |