DER DIRIGENT
Winfried Toll studierte Theologie und Philosophie, bevor er sich dem Studium der
Komposition und der Schulmusik zuwandte. Den musikalischen Examina folgten
Gesangsstudien bei Elisabeth Schwarzkopf und Aldo Baldin, außerdem ein
Lehrauftrag für Gesang an der Freiburger Musikhochschule sowie eine rege Tätigkeit
als Konzert- und Opernsänger.
Parallel hierzu wirkte Winfried Toll bereits vielfach als Dirigent. Schon
1988 übernahm er die Camerata Vocale Freiburg. Winfried Toll wird
von renommierten Ensembles zu Gastdirigaten eingeladen, darunter Concerto
Köln, die Deutsche Kammerphilharmonie, das Freiburger Barockorchester,
der Balthasar-Neumann-Chor, der Chor des Süddeutschen Rundfunks und
der RIAS-Kammerchor. 1994 folgte die Verpflichtung als Chordirektor des
Kölner Bachvereins und eine regelmäßige Gastprofessur
in Tokio. Im Herbst 1997 wurde Winfried Toll zum Professor für Chorleitung
an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am
Main berufen und zum Dirigenten der FRANKFURTER KANTOREI gewählt.
2007 wurde Winfried Toll principal guest conductor des Daejeon Philharmonic
Choir in Südkorea. Bereits während der Studienzeit entstanden erfolgreiche Kompositionen:
Das Orgelwerk „Wegkreuze“ wurde 1980 mit dem Kompositionspreis
„Altenburger Dom“ ausgezeichnet, 1981 folgte ein Kompositionspreis
in Stuttgart für das Werk „Psalm 13" für Soli, Chor
und Orchester, 1985 eine Auszeichnung der Internationalen Bachakademie
für „Wenn ich Dein je vergesse“ für 16 Solostimmen
und gemischten Chor. Die Uraufführung erfolgte unter Mitwirkung der
Frankfurter Kantorei. 1989 entstand „Tu es pulchra“ als Auftragswerk
für das Internationale Chorsymposium in Louisville, Kentucky (USA).
Sein Werk „..und hat über uns Gewalt“ wurde 1996 im Rahmen
des 71. Bachfests der Neuen Bachgesellschaft in Freiburg uraufgeführt.
Im Juli 2001 hatte sein vom Stimmen-Festival Lörrach in Auftrag gegebenes
Werk „Reverie“ für Saxophonquartett und Vokalensemble
Premiere. Zahlreiche Einladungen zu Gastdirigaten an mehreren Festivals (Turin, Biennale Venedig) sowie weitere Gastprofessuren in Korea und in Tschechien runden seine künstlerische Tätigkeit ab. |